Samstag, 27. Februar 2010

Es ist viel gesagt, alles getan, das "Wunder von Essen"


...wird es genannt. Jeder mittlerweile weiß, dass vom Folkwang Museum die Rede ist, von seiner Auferstehung und Nobilitierung, die nicht der Stadt, sondern der Großzügigkeit einer dem Allgemeinwohl und der Kunst verpflichteten Unternehmerinitiative von Herrn Prof. Dr. h.c. mult. Bertold Beitz gedankt werden wollen. 55,6 Mio. Euro haben der Um- und Neubau die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gekostet und die 200.000 für die Eröffnung wurden kurz entschlossen mit übernommen, nachdem die Stadt schon hier den Sparstift ansetzen wollte. Kulturhauptstadtgelder, sie flossen woanders reichlich, wurden im Museum Folkwang nicht investiert, möge man dies als Chance für einen nachhaltigen und qualitativ hohen Kunststandard sehen!
Im Konzept des neuen Gebäudes ist er wahrhaft wegweisend realisiert. Hohe, lichtdurchflutete, transparente, für die Öffentlichkeit einsichtige Hallen umrahmen einladend die von Karl Ernst Osthaus 1902 ins Leben gerufene Sammlung, die Schätze der Moderne und die der Gegenwartskunst, die Grafische und Fotografische Sammlung sowie den Bestand des Deutschen Plakatmuseums. Was vorher über zwei Etagen verteilt oder in verschiedenen Gebäuden untergebracht war, findet hier wunderbar konzentriert zusammen, ergänzt und beflügelt sich. Halle für Halle mit insgesamt 7.000qm Ausstellungsfläche eröffnen sich Perspektiven und Raum für die Besucher, sich von der Kunst anregen und von der Chipperfield'schen Architektur beeindrucken zu lassen.
Neben der Buchhandlung mit hochwertigem Angebot gibt es ebenso bestückte Informations-, Lese- und Arbeitsräume. Für den leiblichen Genuss sorgt ein neues Restaurant mit Sternequalität.

Knapp zwei Jahre brauchte es von der Planung bis zur Fertigstellung, ein Zeitrahmen, von dem man anderswo nur träumen kann. "Ich bin stolz und froh über den gelungenen Bau!" erklärte Prof. Bertold Beitz, der den Bürgern und sich selbst mit diesem Meilenstein innovativer Architektur einen Traum erfüllte. Mögen nicht nur die “Kulturhauptstadt-Bewohner³, sondern auch die Repräsentanten der Stadt sich dieser zukunftsweisenden Tat verantwortlich zeigen! 100.000 Besucher zählte das Museum am Eröffnungswochenende.

Museum Folkwang, Museumsplatz 1, di-so 10-18, fr 10-22.30 Uhr

Presse-Stimmen

"Wie wichtig es ist, ein Erbe nicht nur zu erhalten, sondern in die Gegenwart zu entwickeln, zeigt sich in Essen vor einer der schönsten Museumskulissen der Welt."
Süddeutsche Zeitung München


"Alles fügt sich zu einem Gesamtbild nobler Eleganz und heiterer Gelassenheit."
Frankfurter Rundschau

"Im Ruhrgebiet ist Essen am ehesten der Ort, wo Träume wahr werden."
Art Magazin

"Die Bewunderung für die klassische Architektur lässt die leise Frage keimen, ob das Haus nicht zu groß, zu großstädtisch sein könnte für Essen. Doch ist die Stadt nicht schon einmal gewachsen mit einem Neubau für die Kunst? 1988 wurde fast in Sichtweise das Opernhaus von Alvar Aalto eröffnet."
Frankfurter Allg. Sonntagszeitung

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