Dienstag, 22. Februar 2011

Winterausstellung mit Werken der Klassischen Moderne

Eine lichte, freundliche Winterausstellung mit zahlreichen Klassikern der Moderne  wird in der Galerie Neher gezeigt. Ungefähr 40, im Kontext sensibel zusammengestellte Arbeiten sind zu sehen, unbekannte von bekannten Künstlern und neu zu entdeckende von nicht so bekannten Klassikern der Moderne. Ölmalerei, Zeichnung, Plastik, optische  Lichtkunst sind dabei von Heckel, Macke, Otto Modersohn, Paula Modersohn-Becker, Schmidt-Rottluff, Jawelensky, Münter, Rohlffs, Werefkin, also den expressionistischen Künstlern der Klassischen Moderne.
Abstraktion in der Nachkriegskunst bis zur  Gegenwart stellt ein zweites Ausstellungssegment dar mit Künstlern wie: Walter Dexel, Günter Dohr, Piero Dorazio, Ulrich Erben, A.R. Fleischmann, Raimund Girke, Adolf Luther, Heinz Mack, Otto Piene, Ritschl, Ernst W. Nay, Hilgemann oder Jo Niemeyer u.a. 
Trotz der bekannten Namen hat man nicht den Eindruck Bekanntes zu sehen. Vielmehr ergeben sich bei einem Rundgang forschende Fragen nach Entstehung, Bezug und Stellenwert der einzelnen Arbeiten in der Epoche und im Werk des Künstlers. Und solche nach dem oft langen Weg, den die Bilder zurückgelegt haben, bis sie beim Galeristen landeten. Wie kommt die Kunst zum Händler? Wie verändert sich im Lauf der Jahre ihr Wert? Und: Warum bleibt gute Kunst aktuell?
Es sind Fragen, die um Wertbestand und die Tätigkeit des Sammelns kreisen, Fragen, die sich ein passionierter Sammler jedoch oft gar nicht stellt. Denn der kauft, was ihm und seinem Geldbeutel gefällt, oder das, was ihm zufällt. So wie Otmar Neher die Zeichnung einer Enkelin Mackes erwarb, die sie anstatt einer baren Erbschaft, in Kartons mit geerbten Arbeiten unter dem Bett bewahrte, bis die Not sie zwang, Verkäufe zu tätigen. 

Bis 25.2., Galerie Neher, Kaninenberghöhe 8,

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