Dienstag, 20. September 2011

Andrea C. Hoffer und Dorothee Golz in der Galerie Frank Schlag & Cie.

Andrea C. Hoffer und Dorothee Golz, zwei Künstlerinnen stellen aus, transparente luzide Interieurs und konzentrierte malerische Fotoportraits. Beide formulieren, was traditionell als weiblich bezeichnet wird: Eine harmonisch ruhige Stimmung geht von den Arbeiten aus, die auf selbstverständliche Art Divergierendes integriert, und zwar so, als habe es schon immer zusammengehört.

Andrea C. Hoffer, geb.1964, lebt und arbeitet den größten Teil des Jahres in Trinidad und Tobago. Dort entstehen groß- und kleinformatige Leinwände, die sie aufgerollt nach Deutschland bringt, um sie in ihrem Düsseldorfer Atelier zu beenden. Biografische, multikulturelle Eindrücke, Erinnerungsfragmente, Alltagswahrnehmungen, die Aura von Gegenständen von Gegenständen, Landschaft und Raum bindet sie ein in luftigen Interieurs, die jede Abgrenzung von Innen und Außen, Landschaft und intim wirkender Privatsphäre verschmelzen.Innenräume wirken, als stünde die Zeit still, als seien die Bewohner nur für einen Moment außer Haus.

Es ist die vierte Einzelausstellung der Penck Schülerin in der Galerie Schlag. Mit “moving spaces³ stellt sie aktuelle Arbeiten in Mischtechnik vor, Ei-Tempera, Öl, Acryl, teils wässrig transparent, teils in pastos expressivem Farbauftrag.

Dorothee Golz, geb. 1960 in Mülheim an der Ruhr, studierte 1981 bis 1986 an der Ecole Supérieur des Arts Décoratifs in Straßburg, von 1981 bis 1985 Kunstgeschichte und Ethnologie an der Universität von Freiburg. 1997 nahm sie an der Documenta X in Kassel teil.

Die Ausstellung “digitale Gemälde“ ist die vierte Einzelpräsentation ihrer Arbeiten in der Galerie Frank Schlag mit Arbeiten, die in den letzten sechs Jahren entstanden sind, und zur Werkgruppe der so genannten “digitalen Gemälde“ gehören. Auch hier geht es um den Raum, in dem jedoch Personen im Mittelpunkt stehen. Gesichter aus altmeisterlichen Gemälden von Da Vinci, Holbein oder Vermeer montiert die Künstlerin auf moderne Frauen- und Männerkörper, die man aus Modezeitschriften zu glauben kennt. Epochen, Rollenbilder, Klischees, Malerei und Fotografie verschmelzen zu einem zeitgenössischen und poetischen Bild.

Bis 14.10.2011, Galerie Schlag, di-fr 14-19, sa 11-16 Uhr, Meisenburgstraße 173

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