Dienstag, 29. November 2011

BILDLANDSCHAFTEN

Seit seinem 5o.Geburtstag kreist Bühler malend um den Mythos Berg. Massiv und doch in der Detailschau fein geädert erheben sich Berge in seinen Bildräumen. Vor bläulichem Himmel behaupten sie unverrückbar ihre Stellung, mal als unbezwingbarer Monolith, mal als sanfter Bergrücken. Bisweilen sind Gipfel stimmungsvoll in Nebelschwaden getaucht, bisweilen kündigen Schneeverwehungen von eisigen Zonen.

Bühlers Berglandschaften sind jedoch weder Abbild, noch erinnernde Wiedergabe eines realen, eines bestimmbaren Ortes. Bühlers Berglandschaften bleiben Bild-Landschaften. Sie sind abstrakte Farb- und Strukturspielereien. Nur scheinbar behandeln sie einen konkreten Gegenstand. Sie sind eben nicht der Blick auf die rohe Natur, sondern Utopie. Der griechische Begriff Utopie bedeutet in der Übersetzung zunächst "Nirgendheim", in der Übertragung "Idealzustand". Wolfgang Bühler formuliert es so: " Das Bild selbst ist eine parallele Landschaft zur Landschaft der Welt und nicht deren Abbildung."

(Auszug aus Katalogtext 2011 von Dr. Anna Scherbaum)


Bis 30.12.2011, Galerie Schütte, Kettwig, Hauptstraße 4, di-fr 14.30-19, sa 12-14 Uhr

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