Dienstag, 29. November 2011

Sightzeichen 2011

30 Künstler stellen 30 Bilder, eigens für die Ausstellung angefertigt aus. Neu ist neben der Vielfalt, die sich daraus ergibt, das kleine, man kann sagen handliche Format. Zur Mitnahme bereit, integriert es sich mit 50/50 cm fast überall. Die Form, das Quadrat, stellt eine geschlossene Einheit dar, nicht dynamisch wie der Kreis, sondern klar konturiert und in sich

geschlossen. Ein Format also, das ein präzises Statement erlaubt und einen, wenn auch kleinen Einblick in das Gesamtwerk der Künstler; in ihre Motive, Techniken und individuelle Sicht auf die Welt.


Auf zwei Wänden gehängt ergeben die unterschiedlichen Arbeiten ein stimmiges Bild, fast so, als hätten die Künstler kommuniziert. Das taten nicht sie, sondern die Bilder an der Wand entfalten einen eigenen Dialog aus Farbe, Form und Material.

Der Mensch und sein Tun stehen immer wieder im Zentrum, expressiv in den meisten, naturalistisch in einigen Bildern. Bei Max Uhlig, einem der renommiertesten Künstler der Galerie, schälen sich Gesichter aus einem linearen Netzwerk hervor, bei Kwang Sung Park aus diffusen Nebeln in Schwarz und Weiß oder bei Titus Lerner aus einem Gewirr farbiger Pinselschläge. Jörg Schirmer verzerrt die Proportionen seiner Figuren extrem. Extremitäten wie Hände oder Füße wachsen plastisch und mit feiner Ironie aus dem Bildgrund heraus, während bei anderen hier ausstellenden Künstlern eine ästhetisch idealisierte Überhöhung der Darstellung zu beobachten ist. Bei Ramon Lombarte halten sich Personen in atmosphärisch verdichteten Räumen auf, in symbolisch besetzten die Figuren von Peter Handel.

Andere Künstler wie Kirsten van den Bongaard malen Menschen, hier asiatischer Herkunft, auf weißem Dibond- Grund und stellen so die Frage nach der Relation von Malerei und Fotografie. So auch das Fotografenduo Frank Hohmann und Daniela Szczepanski, die Industriemonumente des Ruhrgebiets in malerische Lichteffekte tauchen, oder auch Siegrid Nienstedt, die ihre fotorealistischen Räume entleert und neben der Landschaft auch gerne Tiere thematisiert.

Folgende Aktivitäten der Galerie seien erwähnt:

- Teilnahme an der KIAF in Seoul und an der C.A.R. in Essen. Letzte war ein voller Erfolg und führt zu einer weiteren Zusammenarbeit.

- In Seoul wurde der Kontakt zu einer großen Galerie mit weiteren Projekten ausgebaut. Etwas außerhalb der Metropole in einer japanisch anmutenden Landschaft gelegen, nutzen viele Besucher die malerische Natur, um Kunst und Erholung in musealer Architektur zu genießen.

- Der Umzug in die Rüttenscheider Str. habe sich bewährt und u.a. zu mehr Besuchern mit Muße und Konzentration geführt.

Bis 7.1.2012, Galerie Klose, Rüttenscheider Str. 221, mo-fr 10-18.30, sa 10-15 Uhr


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