Zwei Künstler hat Frank Schlag in seiner Schau zusammengeführt. Joachim Czichon, den der Galerist seit 30 Jahren kennt, und Toon Teeken, der, in Holland sehr bekannt, auf dem deutschen Kunstmarkt noch unterrepräsentiert ist. Beide gehören der Generation Ü50 an und sind Klassiker, ein jeder auf seinem Gebiet.
Czichons dekorativ farbigen Arbeiten lieben die einen, andere gibt es, die finden sie konventionell. Den Gestus vom Informel, das Dripping von Pollock, dazu die Grundfarben eines Mondrian - heraus kommt eine abstrakt figurative Formenmixtur, die den Vergleich mit den Vorbildern der Klassischen Moderne nicht scheuen muss. Der in Carlsruhe, Polen, geborene Künstler entwickelt im Umgang mit der Klassischen Moderne eine eigene ästhetische Position, die sich zum positiven, hell und offen wirkenden Einsatz der bildnerischen Mittel bekennt.
Vor weißem Grund stehen Linien-, Farb- und Formgeflechte, durchdringen und überlagern sich, ohne ganz ineinander aufzugehen. Jedes der expressiven Elemente hat Raum auf dem in dieser Serie aufgelockerten weißen Grund. Linien und Drippingspuren behaupten ihre Eigenständigkeit. Auch die Grundfarben ergänzen, jedoch brechen sich nicht, so dass aus deren Mischung niemals ein Grün oder dumpfes Violett entsteht. Klar und harmonisch bedingt ein Element das andere in frei gewählter Autonomie.
Große Tableaus gibt es zu sehen und kleine, dazu seltene Keramikobjekte, die an der Staatlichen Majolikamanufaktur in Karlsruhe entstanden sind. An der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe hat der Künstler studiert.

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen