Dienstag, 27. November 2012

KNUT WOLFGANG MARON: RETROSPEKTIVE

Eröffnung am 16. November  2012 von 19.30 bis 21.00 UHR
 

Zeitgleich zur Ausstellung EIN LEBEN des Künstlers Knut Wolfgang Maron

Im Kunstmuseum Mülheim/Ruhr zeigt die Galerie Jutta Kabuth gleich mehrere Werkgruppen aus den letzten 33 Jahren des Fotografen.

Bilder über Landschaften, Erotische Miniaturen, Von Profanem und Heiligem,

Skizzen über das Theater an der Ruhr, Dakota Bar; barns and rotten cars und Ein Leben.

Seine Themen sind existentiell: 

Entfremdung, Vergänglichkeit, Zerfall, Tod, Trauer, Liebe, Intimität; erfasst im Kontext der Fotografie.

Seit seinen frühen  Farbar-  beiten  der späten 1970er Jahre widmet Knut Wolfgang Maron sich diesen wesentlichen Themen. In seinen Bildern verkörpert sich eine von der Ästhetik Charles Baudelaires geprägte Betracht- ungsweise, die einen anderen Schönheitsbegriff als den bür-  gerlichen anbietet. Nun zeigt Jutta Kabuth erstmalig eine Zusammenschau die diese Be- trachtungsweise in Bezüge setzt.

„Das Universum Knut Marons überrascht weder durch befremdende Formen noch durch neue Sujets. Seine tiefgreifende Andersartigkeit ist nicht mehr Ergebnis eines Abweichens von den bisher zulässigen Grenzen der Kunst. Sie resultiert vielmehr aus einer meditativen Rückkehr der Kunst zu sich selbst, aus einer Vertiefung ihrer zeitlosen Wahrheiten. Knut Maron schockiert uns nicht, er sieht die Dinge nur anders. Die Kunst partizipiert hier nicht mehr an dem Vorwärtsdrang moderner Zivilisation mit ihren technologischen Durchbrüchen und revolutionären Ambitionen. Und genau dadurch befreit sie sich von einer letzten Hörigkeit, nämlich derjenigen, sich der Entwicklung der uns umgebenden Gesellschaft anzudienen, ja sich ihr anzuhängen. Weil er die Grundgegebenheiten seines Mediums mit der Beherrschung eines neu geschaffenen Universums in Übereinstimmung bringt, hat er es nicht nötig, etwas zu vertuschen oder nachzuweisen. So kommt er zu der Farbenskala, die uns erstaunt und in eine andere Welt versetzt, wo unsere gewohnten Vorstellungen von Altem und Neuem, von Natürlichem und Künstlichem, von Realismus und Traum nicht mehr gelten, da sie durch eine souveräne Vision ersetzt worden sind. „ 
Jean Claude Lemagny

„Sich zum Blick machen, zum reinen aufmerksamen Blick, nicht berühren, nicht stören, nicht aufrühren - für Knut Maron ist die ehrfürchtige Betrachtung vielleicht die Haltung menschlichen Seins schlechthin. Auf die Natur, die uns ihre Flüsse, ihre verletzten Eingeweide, ihre Felsen und Bäume entgegenhält, gibt es eine mögliche Antwort: Die Gabe des Blickes.“
Dominique Baqué


Knut Wolfgang Maron studierte an der Folkwangschule in Essen in der Klasse Prof. Dr. Otto Steinert und Prof. Erich vom Endt gemeinsam mit Gosbert Adler, Joachim Brohm, Andreas Gursky und Volker Heinze. Wesentliche Prozesse der Auseinandersetzung unter den Folkwangschülern spielten sich dabei im Farblabor der ersten, von Erich vom Endt an einer deutschen Hochschule ,konzipierten professionellen Farbfotoabteilung ab. Erste Farbarbeiten Marons von 1979 stellte Ute Eskildsen bereits 1981 im Museum Folkwang aus. Knut Maron erhielt neben zahlreichen Stipendien und Preisen bereits 1993 den Leopold Godowsky Jr. Award für Farbfotografie des Photographic Recource Centers , Boston USA. Knut Maron ist in zahlreichen Sammlungen vertreten u.a. Im Museum Folkwang, Essen im Museum Ludwig, Köln in der Staatsgalerie Stuttgart , dem Musee Europeen de la Photo, Paris der Bibliotheque Nationale de France, Paris dessen Direktor obiges Zitat zu Marons Bildern über Landschaften verfasste.

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