Donnerstag, 27. Dezember 2012

Jedem Tierchen sein Pläsierchen


Wer kennt ihn nicht, Rudi Hurzlmeier, den munteren Meister der satirisch animalischen Kunst? 

1952 als Rudolf Freiherr Hurzlmeier zu Deggenbach im niederbayrischen Kloster Mallersdorf geboren verlebte er lehrreiche Wanderjahre als Tankwart, Dressman, Fallschirmartist, Obduktionsassistent, Hotelbuskoch, Fliesenleger, Kulissenbauer und Antiquitätenhändler. In den 70-ern zog er nach München, um als komischer Maler zu arbeiten, als Autor und Zeichner von Comics, Cartoonbänden, satirischen Stadtführern und Sachbüchern, theoretischen Schriften und bebilderten Büchern, die bis heute in keine Schublade passen.  

2004 erhält er den Deutschen Karikaturen-  preis, zeichnet für das Satiremagazin "Titanic" u.a. Zeitschriften wie "Penthouse“, "Stern", "Gong", "FAZ". Nicht zu vergessen ist die brilliante Zusammenarbeit mit Harry Rowohlt. Texte schreibt er, die Hurzlmeiers Zeichnungen nicht nur illustrieren, sondern um eine zusätzliche Portion scharfsinnigen Humors bereichern. Drehbuch- und Ausstattungsarbeiten für das Fernsehen entstehen so sowie Einzelausstellungen in Galerien und Museen.

"Jedem Tierchen sein Pläsierchen“, unter diesem Titel zeigt die Galerie K. Kiefer Gemälde und Zeichnungen.

Happy Birds, feine Schweine, todtraurige Hunde, freche Miezen, melancholische Menschen - beim Anblick dieser Protagonisten gehen nicht nur Kunst- und Tierfreunden die Herzen auf und Augen über. Komisch liebevoll zielen Hurzlmeiers Protagonisten natürlich nicht auf das Tier sondern auf den Menschen. Denn der Mensch, dieses Tier auf zwei Beinen, zeichnet sich durch Laster und tierische Schwächen aus. Faulheit, Trägheit, Stolz und allerlei mehr der kleinen und großen Sünden nimmt der Künstler anlässlich seines 60sten Geburtstags in humorigen Aquarellen und kleinen Ölbildern auf’s Korn.  

Bis 16.2.2013, Galerie Klaus Kiefer, Rüttenscheider Str. 56, di-fr 11-18.30, sa 10-14.00 Uhr u.n.V.

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