Dienstag, 26. Februar 2013

Nothin but color: Jolanda van Gennip & Toon Laurense

Unter diesem Ausstellungtitel werden zwei künstlerische Positionen zeitgenössischer niederländischer Malerei gezeigt. 

Beide Künstler arbeiten abstrakt und ungegenständlich, gestalten mit pastos aufgetragenen Farben ihre Leinwände und sind kunsthistorisch dem abstrakten Expressionismus niederländischer Tradition zurechenbar. 
Diese Tradition zeigt sich in der Nähe ihrer abstrakten Malereien zu der  Künstlergruppe Cobra, aber auch zu dem belgischen Künstler Bram Bogart, der aus Farbmaterie Objekte formt. Man mag auch an Jackson Pollocks Drip-Painting denken. 

Dennoch: So vielfältig die kunsthistorischen Bezüge sein mögen, Jolanda van Gennip und Toon Laurense erarbeiten sich eine vollkommen eigenständige Malerei. 

Jolanda van Gennip, 1965 in Wagenberg geboren, entwickelt prozesshaft abstrakte, in mehreren Schichten ineinander verwickelte Farbverläufe, die eher zufällig erscheinen. Farbspuren schlingen sich durch Kompositionen, überschneiden, überlappen sich und füllen in wildem Gewusel  die gesamte Leinwand aus. Bei näherem Hinsehen erkennt man Strukturen, Wege, auch landschaftliche Bezüge. 

Toon Laurence, 1958 in te Ventray geboren, komponiert aus der Farbmaterie seine Landschaften. Seine Werke besitzen immer einen Bildhintergrund, auf dem sich partiell und horizontal aufgebrachte Pastositäten erheben, die perspektivischen Charakter besitzen. 

Präzise kalkuliert setzt er horizontale Farbbahnen gegen vertikale Flächen, schwungvoll strukturierte Elemente gegen vertikale Flächen, schwungvolle Bildelemente gegen statisch plane Bereiche, pastose, kraftvolle Farben gegen verhalten lasierte Farbflächen. Und diesekompositionellen Kontraste ergeben dem Bild sein Gleichgewicht, halten die Balance zwischen Enegrie und Ruhe.

23.2.- 5.4. 2013 Galerie Kabuth, Gelsenkirchen

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