Mittwoch, 16. Oktober 2013

Anne Berlit „Codes“

„Codes“ heißt die Werkgruppe, die Anne Berlit zum ersten Mal in ihrer Gesamtheit ausstellt. Die länglichen Bildobjekte erinnern an eben diese Codes, die wir vom Scannen der Waren aus den Supermärkten kennen.  


Berlits vielfarbig schillernden Raumkörper bestehen aus einzelnen Holzlementen, die nebeneinander in an die Wand montiert werden. Die Seiten sind in unterschiedlichen Winkeln geknickt, so dass zwischen den Elementen verschiedene Räumlichkeiten und Rhythmen entstehen. Herrscht, von vorn betrachtet eine Farbe vor, so sieht der Betrachter beim Standortwechsel unendlich vielfältige farbige Spektren, die den Bildraum in die Tiefe und Vertiefungen fortsetzen. Beim Abschreiten der Arbeiten scheinen sie  sich in einem ständigen Veränderungsprozess zu befinden - je nach Richtung, Blickwinkel, Bewegung ändern sich die Farben. Sie erscheinen und verschwinden, lassen durch unterschiedlichen Lichteinfall Farbabstrahlungen entstehen. Diese werden auf dem Nachbarelement sichtbar und mischen sich immer wieder neu mit der dort vorhandenen Farbe. Waren sie anfangs kraftvoll und intensiv, so werden sie, je länger die Auseinandersetzung mit den Strichcodes dauert, leichter, differenzierter, gedämpfter. „Am Ende formieren sie sich zur hauchzarten Hommage an das Licht“.  

Die Künstlerin thematisiert so die Malerei als dreidimensionalen architektonischen Raum.  

Anne Berlit,  sie lebt und arbeitet in Essen, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf freie Grafik bei Franz Eggenschwiler und Bildhauerei bei David Rabinowitch.  Sie realisierte Kunst am Bau Projekte, erhielt  zahlreiche Preise und Projektstipendien. Zuletzt nahm sie am DEW21 Kunstpreis 2013 teil.  

Bis 24.11. Städtische Galerie Schloss Borbeck, Schlossstr. 101

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