Donnerstag, 30. Januar 2014

Wandmalerei und Bildzeichen

Das Ausstellungsprogramm der Städtischen Galerie beschäftigt sich dieses Jahr mit dem Thema Farberscheinung und Farbmaterialität. Drei Künstler unterschiedlicher Stilrichtungen werden eingeladen, deren Arbeitsweise diese Farbphänomene thematisiert. 

Den Auftakt macht Volker Saul, dessen Malerei an die Hard Edge Bewegung erinnert, die Ende der Fünfziger Jahre in den USA entstanden ist Er arbeitet mit handelsüblichen Wand- und Acrylfarben, die deckend und hart abgegrenzt auf  die Wand aufgetragen werden.

Sein künstlerischer Ausgangspunkt ist die Zeichnung. Aus diesem zeichnerischen Fundus bezieht er seine Formen. Er zerlegt sie und fügt sie neu zusammen.

Die Ausstellung in der Städtischen Galerie bezieht sich auf die Heraldik, die Volker Saul, inspiriert durch die Geschichte des Schlosses, als Farben- und Formenfundus gewählt hat.  Allerdings vermeidet der Künstler die direkte Wiedererkennung, vielmehr fordert er das Assoziationspotenzial des Betrachters heraus.  Der Künstler arbeitet mit modularen Bildzeichen, die er aus Aluminiumblechen mit Laser-Schneidemaschinen herausschneidet und auf zeichenhaft, bemalte Wandflächen montiert. So entsteht ein vibrierendes Spannungsverhältnis zwischen den manchmal amorphen, manchmal grafischen Konturen und der dominanten, kraftvollen Monochromie der gewählten Farben.

Volker Saul studierte freie Grafik und Malerei an der Fachhochschule für Kunst Köln, erhielt mehrere Stipendien und Auszeichnungen, unter anderen den Euregio Kunstpreis Kleve sowie das "Günther - Peill Stipendium des Leopold Hoesch Museums Düren".

Seine Ausstellungstätigkeit führte ihn nach Frankreich, Japan, Neuseeland und in USA; in Deutschland hat er zuletzt im „Kolumba“, Kunstmuseum des Erzbistums Köln (2011), sowie im Kunstverein Bochum (2013) ausgestellt.
 
bis 9.3.2014, Städtische Galerie Schloß Borbeck, Schlossstr.101, Di-So: 14-18 Uhr

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