Dienstag, 28. Oktober 2014

Hermelin und Rosenkranz

Am Freitag gegen 18.30 hat Nikola Dicke ihre computergenerierte Animation „ und das Hermelin“ auf das Schloss Borbeck projiziert.


Dennoch ist Nikola Dicke in erster Linie Zeichnerin,

jedoch eine, die ihre Zeichnungen als temporäre Intervention im öffentlichen Raum betreibt. o war sie zwischen 2010 und 2011 im Rahmen ihres Stipendiums des DA-Kunsthauses Kloster Gravenhorst mit ihrem fahrenden  Atelier, dem „Graffiti-Mobil“, unterwegs, um ihre Arbeiten als Umrisszeichnungen an Hauswände, in Treppenhäusern und auf Dächer zu projizieren. „Trotz des sehr komplexen seriellen Konzeptes, entstehen ihre Zeichnungen sehr frei und assoziativ auf selbst erstelltem, zerbrechlichem und leicht verwischbarem Grund aus Glas und Ruß. Die daraus später projizierten Lichtzeichnungen transportieren diese Leichtigkeit ohne Verlust in das große Format, was sie trotz ihrer formalen Größe ohne monumentales Pathos erscheinen lässt.“ (Michael Staab)
Während der aktuellen Ausstellung dient die Fassade des Schlosses Borbeck der Künstlerin als Projektions-fläche für Geschichte und Erinnerung. Sie ranken sich um die glanzvolle Herrschaft der mächtigen Frauen, den Fürst-Äbtissinnen des Stifts Essen, deren Residenz das Schloss Jahrhunderte lang war. Dabei geht Nikola Dicke auf die Architektur und Atmosphäre des Gebäudes ein und versucht, jenseits des Abbildhaften, den Geist des Ortes einzufangen.

Begleitend zur temporären Licht-Installation, zeigt die Künstlerin in der Städtischen Galerie eine Auswahl ihrer Arbeiten, unter anderen die Zeichnungen, die der Projektion zu Grunde liegen.

Die Lichtprojektion „Hermelin und Rosenkranz“ wurde ermöglicht durch die G.D. Baedeker Stiftung Essen.

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