Dienstag, 28. Oktober 2014

Reflexion – Gan-Erdene Tsend in der Galerie Klose

Erstmalig wird in den Räumlichkeiten der Galerie Klose eine spannende Einzelausstellung des Künstlers Gan-Erdene Tsend gezeigt.
Der Schwerpunkt dieser Ausstellung ist die Spiegelung, welche neben seinen Kindheitserinnerungen aus seinem nomadischen Leben in der Mongolei zum zweiten Schwerpunkt seines Oeuvre geworden ist.

Die Spiegelung setzt sich aus einer realen, oberen und einer gespiegelten, unteren Bildebene zusammen. Durch diese Darstellungsweise zeigt der Künstler, wie auf einer Leinwand verschiedene Realitätsebenen, nämlich Gegenwart, Vergangenheit und  Zukunft, zusammen und gleichzeitig existieren können.


In einer Wasserfläche oder als Schatten spiegelt sich eine fiktive Person, die nicht in der realen Bildebene auftaucht, jedoch dort ebenso gut angesiedelt sein könnte. Als Begleiter, Alter Ego, Vision oder Traum, denn man kennt ihre Herkunft, ihren Bildkontext nicht und wundert sich, woher sie kommt und wo die Ursache ihrer Spiegelung liegt.

Geheimnisvolle und nostalgische Stimmungen von Ferne, Weite und unendlichen Räumen entstehen, von deren Kraft sich der Betrachter nur allzu gern einfangen lässt. Handelt es sich um Spiegelungen der Zukunft oder stellt die nicht reale Person nicht vielmehr die Sehnsüchte und Imaginationen einer entschwundenen Erinnerung dar?

Geboren und aufgewachsen ist der mittlerweile in Münster lebende Maler Gan-Erdene Tsend in der Mongolei. Nach seinem Kunst- und Kulturstudium in Ulaanbaatar (Mongolei) zog er nach Deutschland, um dort an der Kunstakademie Münster sein zweites Studium zu beginnen. 2007 wurde er zum Meisterschüler von Professor Hermann-Josef Kuhna ernannt. 2012 erhielt er den ersten Preis des Kunstverein Wesseling.

 Ausstellungsdauer 29. August - 03. Oktober 2014

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