Dienstag, 6. Januar 2015

Index 14

26 Künstler stellen Arbeiten auf drei Etagen aus, in einer breiten Schau, die zur Jahreswende das geballte Wirken der hier vertretenen künstlerischen Positionen zeigt. Hochaktuell sind die zum Teil ölfrischen und eigens hergestellten Arbeiten, die aktuelle Perspektiven und Fragestellungen im Werke eines jeden Einzelnen zeigt. Einblicke in neue Ausblicke verraten sie dem Besucher, der die alten Wege der jungen Kunst kennt und sich fragt, wohin die Entwicklung seines Lieblingskünstlers wohl geht - vielleicht auch, um die eigene Sammlung durch ein neues Stück zu komplettieren. 


Was verkauft ist, kommt raus und man wundert sich, dass diese stets wechselnde Ausstellung immer neu ein stimmiges Ganzes ergibt. Ein opulentes, internationales Bild figurativer Kunst entsteht, Malerei vorwiegend und Skulptur. Die Kriterien des Galeristen sind natürlich allen Ausstellenden vertraut, Aktualität, gesellschaftlich-historische Thematik und innovative Ästhetik gehören selbstverständlich dazu. 

Wurden im letzten Jahr vorwiegend Bilder vom Menschen thematisiert, nehmen nun Landschaften eine zentrale Stellung ein. So auch bei  Sebastian Herzau und Renata Tumarova, die beide neu sind in der Galerie, aber ihre Meriten schon auch anderswo verdient haben. Der in Schönebeck geborene Maler hat als Autodidakt den Weg zur bildenden Kunst gefunden und sein Schaffen mit einem Studium an der Burg Giebichenstein in Halle, etlichen Kunstpreisen und Arbeiten im Auftrag der Sparkassenstiftung Sachsen-Anhalt professionalisiert. Zwei seiner großformatigen Landschaften sind ausgestellt, in denen dieselbe Ansicht in anderes Licht getaucht überraschend neue Aspekte generiert. Während Herzau seinen Farbauftrag bis zur Unsichtbarkeit reduziert, setzt die in Berlin arbeitende Russin kräftige Pinselstriche wie Paukenschläge ein, um die Subjektivität ihres Ausdrucks zu unterstreichen. 

bis 24.1.2015, kunst-raum schulte-goltz+noelte, Rüttenscheider Str. 56, Di-Fr 12-19, Sa 10-16 Uhr

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