Freitag, 20. Februar 2015

Die meisten kennen Dieter Nuhr als Comedian oder Kabarettisten aus zahlreichen TV-Formaten, seinem satirischen Jahresrückblick oder als Gastgeber von „Nuhr im Ersten“ in der ARD. Was viele nicht wissen: Nuhr hat an der ehemaligen Folkwangschule in Essen Bildende Kunst studiert. Er hat nie aufgehört Bilder zu produzieren, zunächst als Maler, dann als Fotograf mit selbst gebauten Kameras, später mit professionellem Equipment. In den letzten Jahren hatte er zahlreiche Ausstellungen in Galerien und Museen.
Seine Bilder entstanden auf Reisen durch alle Kontinente. Sie zeigen Motive aus Mali, Südafrika, Namibia, Sambia, Indien, Bhutan, Nepal, China, Japan, Nordkorea, Iran, Jemen, Jordanien, Chile, Peru, Brasilien, Neuseeland, Island, Ähtiopien und vielen andern Ländern. Seine Arbeiten sind dabei nicht mit dem Begriff der Reisefotografie zu fassen, sondern lenken den Blick aus der eigenen alltäglichen Erfahrungswelt heraus in fremde Länder und Kulturen, dokumentieren nicht das vermeintlich Schöne oder gar Romantische exotischer Welten. Sie zeigen das Fremde, das Detail, das exemplarisch für das große Ganze steht und führen uns einerseits zu Erinnerungsorten von Kulturen, die uns befremdlich und anmutig zugleich erscheinen, oder in fremde Landschaften, die uns nicht als touristische Impressionen, sondern als beeindruckende Bühnen des Naturgeschehens vorgeführt werden. Nuhrs ganz eigener frontaler Blick lässt dabei das Festgehaltene immer als Bühnenraum erscheinen.

Dieter Nuhr. Fremdes Terrain. Fotografie. 31.01.–11.03.2015
Galerie Obrist, Kahrstraße 59, 45128 Essen
www.galerie-obrist.de
Mi - Fr 12-18 Uhr, Sa 10-16 Uhr

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