Freitag, 20. Februar 2015

Kwang Sung Park - Landschaft als spiritueller Raum

Als habe man sich abgesprochen, auch in der Galerie Klose geht es um den Raum und spannend zu sehen ist, wie unterschiedlich die Positionen zu diesem Thema sind. Ob Landschafts-, Erfahrungs- oder Erkenntnisraum, umkreist wird eine abstrakte Kategorie im wahrnehmungstheoretischen und metaphysischen Sinn.   

Der Titel der Ausstellung „Zwischen Haben und Sein“, den fast alle Arbeiten des südkoreanischen Malers tragen, weist auf den philosophisch spirituellen Charakter seiner Raum- und Landschaftsauffassung hin.

Kwang Sung Park, ein international anerkannter Künstler und in der Galerie Klose seit 1990 vertreten, studierte an den Akademien in Seoul und Paris. Östliche Wurzeln und westliche Prägungen gehen in seinem Werk eine schwer bestimmbare Verbindung ein, eine fremdartige, fast mystische, die den Betrachter bannt und dennoch deutlich auf Entfernung hält. 

Großformatig aus Nebeln in Schwarz und Weiß tauchen Fragmente von Menschen und Landschaften auf: Gesichter mit geschlossenen Augen, ein Akt, sehr plastisch in Rückenansicht, ein anderer, der, sich aus dem Bildraum hinaus zu bewegen scheint. Fremd muten die Physiognomien an, asiatisch, europäisch, namenlos. Prototypen des Menschseins repräsentieren sie und scheinen ähnlich wie die Figuren Max Uhligs aus einer anderen Sphäre in die der menschlichen Existenz treten zu wollen. 

Die Landschaften, in denen sie schweben, bleiben grenzenlos, diffus und undefiniert.  Horizonte, Wolken, transzendierende Wahrnehmungsräume und Hinweise von Veränderung sind mehrdeutige und metaphysische Links zum Verständnis der Bilder. 

Erstmalig wird eine Grafikserie mit farbigen Mona Lisa Variationen vorgestellt. Die Mischtechnik aus Siebdruck und Fotografie erlaubt verfremdende Tiefendimensionen eines bekannten Themas.  

bis 15.3.2015, Galerie Klose, Rüttenscheider Str. 221, Mo-Fr 10-18.30, Sa 10-15.00

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