Dienstag, 19. Mai 2015

Einladung zur Finissage mit Vorstellung der Dokumentation "17 zu 7" am Sonntag, 24. Mai um 16 Uhr in der Städtischen Galerie Schloß Borbeck



"Simple Holzlatten, scheinbar improvisiert zusammengezimmert, faltige Papierbögen, mal getackert, mal lose abstehend, eine komische Verbauung des Raumes ohne ihn wirklich zu verbauen, und ein trockener Titel, der lediglich die Maße bezeichnet: „17 zu 7“ macht es einem Nicht-Leicht. Gut! 
Manchmal begegnen einem Dinge, die sich einer direkten Verortung entziehen. Sie kommen beiläufig daher, sind zurückhaltend, respektvoll, doch geradlinig und lassen einen unmerklich stolpern. Vielleicht kann man ihre Wirkung mit dem Unterschied fassen, der zwischen einem aufgebrachten „So kannst Du das keinesfalls sehen!“ und dem selbstgewiss hingeworfenen „Ja, ja, so kann man das natürlich auch sehen…“ liegt. Beide Sätze stellen sich einem in den Weg, der eine als Wand, der andere als langsam wirkender Stolperstein. Oder nehmen Sie den Unterschied zwischen einem lauten Knall, der Sie aufschreckt, und dem tropfenden Wasserhahn, den Sie anfangs gar nicht wahrgenommen haben, doch sein unmerkliches „Platsch-Platsch“ nun immer lauter in Ihnen hallt. Von ähnlicher Qualität scheint mir die beiläufige Selbstgewissheit in Klaus Schmitts „17 zu 7“. Ein 24 Meter langer Eingriff, raumgreifend, doch nicht übergriffig. Fragend steht man ihm gegenüber: Was willst Du? Warum passt Du nicht in meine Kategorien? Wieso krieg ich dich nicht einsortiert? Was sagst Du mir über meine Vorstellung von Kunst, meine Gegenwart, mein Nullachtfünfzehn?" (Auszug aus der Dokumentation, Michael Stockhausen)

Abb.: Ausstellungsansichten "17 zu 7"


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